3D-Drucker Fehlerbehebung Filament haftet nicht auf Druckbett

Der 3D Druck haftet nicht auf dem Druckbett


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Printafix Haftmittel für einen besseren Halt Ihrer 3D Drucke.
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Dimafix Haftspray speziell für heiß zu druckende Filamente.
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Dimafix Pen für festmontierte 3D Drucker Plattformen.
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CoroPad, die günstige Dauerdruckfolie für kalte Druckbetten.
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BuildTak, die bewährte Dauerdruckfolie für 3D Drucker Plattformen.
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BuildTak Flexplate System, 3D Drucke noch einfacher abnehmen.

Beim FDM/FFF 3D-Druck ist es von großer Bedeutung für das Druckergebnis, dass die erste Druckschicht eine gute Haftung auf der Druckplattform hat. Da alle nachfolgenden Schichten auf dieser ersten Schicht aufbauen, sind Probleme beim 3D Druck des Objekts kaum zu vermeiden, wenn bereits die erste Schicht nicht vollständig auf dem Druckbett haftet. Nachfolgend beschreiben wir einige typische Fehlerursachen für Haftprobleme der ersten Druckschicht.

Unebene bzw. schlecht eingestellte Druckplatte

Bei Ihrem FDM/FFF 3D Drucker haben Sie entweder eine fest montierte Bauplattform (z. B. bei Deltadruckern) oder eine bewegliche Druckplatte. Im Falle einer festen Bauplattform sollten Sie sich vergewissern, dass der Abstand der Düse an allen Stellen den gleichen Abstand zur Druckplattform aufweist. Prüfen Sie dazu den Abstand an mehreren Punkten, jedoch mindestens drei Punkten in Form eine gleichschenkligen Dreiecks. Stellen Sie einen unterschiedlichen Abstand fest, müssen Sie ggf. Ihre Achsen neu ausrichten, oder Verschraubungen des Druckbetts nachziehen. Prüfen Sie in diesem Fall also die Achsen und die Montage Ihrer Bauplattform. In seltenen Fällen kann auch die Druckplatte selbst verbogen sein. In diesem Fall tauschen Sie bitte Ihre Druckplattform.

Verfügt Ihr 3D-Drucker über ein bewegliches Druckbett, sollten Sie Schrauben zur Feineinstellung des Druckbetts vorfinden. Prüfen Sie auch hier den Abstand der Düse zum Druckbett an mindestens drei Punkten. Sollte der Abstand zum Druckbett an einer oder mehreren Stellen abweichen, stellen Sie bitte den Abstand über die Feinjustierung neu ein. Sollte Ihr 3D Drucker über eine automatische Bettleveling Funktion verfügen, starten Sie bitte den Assistenten zur Nivelierung. Auch hier gilt, sollten Sie feststellen, dass das Druckbett selbst verbogen ist, sollten Sie es umgehend austauschen.

Zu großer Düsenabstand zum Druckbett

Wenn Ihr Druckbett bereits korrekt ausgerichtet ist, könnte ein falscher Abstand der Düse zum Druckbett die Ursache sein. Dabei gilt: ist der Abstand zu nah, kann kein Filament aufgetragen werden, ist der Abstand hingegen zu weit entfernt, kann das Filament nicht auf dem Druckbett haften bleiben. Prüfen Sie daher an mehreren Punkten des Druckbetts den Abstand der Düse. Ihre Düse sollte soweit vom Druckbett entfernt eingerichet sein, dass Sie noch ein Stück Papier dazwischen schieben können, aber gleichzeitg einen leichten Widerstand beim herausziehen bemerken. Je nach Drucker kann es notwendig sein, bei diesem Vorgang einen Z-Wert im Display abzulesen und ein Z-Offset am Drucker zu speichern. Ebenfalls bieten manche Slicer eine Funktion an, bei der Sie standardmäßig ein Z-Offset für den 3D Druck eines bestimmten Objekts zu hinterlegen, falls erforderlich. Diese Funktion ist jedoch nicht geeignet ein am 3D Drucker zu speicherndes Z-Offset zu ersetzen. Informieren Sie sich also bitte ebenfalls beim Hersteller Ihres 3D Druckers über die notwendigen korrekten Einstellungen.

Erste Schicht druckt zu schnell

Beim Schreiben des G-Codes in der Slicer Software werden Beschleunigungswerte und Fahrgeschwindigkeiten für die beweglichen Achsen Ihres 3D-Druckers hinterlegt. Anhand dieser Werte erfolgt dann am 3D Drucker die Umsetzung der Geschwindigkeit über die Antriebsmotoren. Ist die Geschwindigkeit zu hoch gewählt, kann dies zu Problemen bei der Materialförderung führen, da das Filament in ausreichender Menge bei gleichbleibend hoher Temperatur erhitzt werden muss. Besonderer Bedeutung kommt dieses Verhalten bei der ersten Druckschicht zu, da hier eine besonders starke Haftung des Materials auf der Druckplattform erforderlich ist. Sie sollten deshalb darauf achten, dass die erste Druckschicht mit geringerer Geschwindigkeit gedruckt wird. Je nach gewählter Schichthöhe kann diese unter Umständen auch für die zweite Schicht erforderlich sein. In Ihrem Slicer sollten Sie eine geeignete Einstellmöglichkeit finden. Manchmal wird der Wert als Prozentsatz der übrigen Druckgeschwindigkeit hinterlegt, in anderen Fällen als Geschwindigkeit angegeben, in Millimeter pro Sekunde.

Falsche Temperatur- oder Kühleinstellungen

Das von Ihrem 3D Drucker zu verarbeitende Filament muss einerseits ausreichend aufgeheizt werden, um gedruckt werden zu können und eine feste Verbindung mit den darunter liegenden Schichten einzugehen. Andererseits beeinflusst auch die Zeitdauer, in der das gedruckte Objekt wieder abkühlt Eigenschaften und aussehen Ihres 3D gedruckten Objekts. Hinzu kommt ein physikalischer Prozess, der das Material unter Hitze ausdehnen und bei Abkühlung wieder schrumpfen lässt. Je nach gewähltem Werkstoff ist dieser Effekt so groß, dass ein bereits im Druck befindliches Bauteil nach und nach so sehr schrumpft, dass sich die Haftung zum Druckbett löst. Daher benötigen Sie für einige Materialien, wie z. B. ABS ein beheiztes Druckbett und ggf. auch ein warmes Mikroklima, das sich z. B. durch Abdeckung des Bauraums erreichen lässt.

Sollten Sie versuchen, ein Filament ohne beheizte Drucklpatte zu drucken, obwohl dies wie beim eben beschriebenen ABS erforderlich ist, kann Ihr Objekt nicht ausreichend auf dem Druckbett haften und wird sich lösen. Dasselbe Problem wird auftreten, wenn Sie Ihr Objekt zu schnell abkühlen und der zuvor beschriebene Schrumpfungsprozess zu schnell eintritt. Achten Sie daher bei Ihrer Filamentwahl auf die beschriebenen Verarbeitungsparameter und vergleichen Sie diese mit den Möglichkeiten Ihres 3D Druckers. Achten Sie außerdem in Ihrer Slicer Software darauf, dass die Temperatur- und Kühleinstellungen korrekt gewählt sind.

Einige Beispiele:

ABS wird üblicherweise zwischen 220-250°C Drucktemperatur verarbeitet und benötigt ein beheiztes Druckbett mit 90-120°C Temperatur. Eine Kühlung des Objekts während dem 3D Druck ist zu vermeiden, ebenso wie Luftzug oder kalte Raumtemperatur. Die besten Ergebnisse erzielen Sie mit einem abgedeckten oder gar beheiztem Bauraum.

Polyesther wird üblicherweise zwischen 220-245°C Drucktemperatur verarbeitet und benötigt ein beheiztes Druckbett mit 60-80°C Temperatur. Eine Kühlung des Objekts bei den ersten Druckschichten ist zu vermeiden, jedoch wird bei den nachfolgenden Schichten eine Kühlung für ein sauberes Druckbild benötigt. Es empfiehlt sich daher, die Kühlung des Objekts stufenweise zu erhöhen. Ein geschlossener Bauraum ist nicht nötig, wir konnten jedoch beobachten, dass eine zu rasche Abkühlung nach dem 3D Druck zu abplatzern auf Glasplatten führen kann.

PLA wird üblicherweise zwischen 180-230°C Drucktemperatur verarbeitet. Ein beheiztes Druckbett ist nicht erforderlich, aber hilfreich. Wenn Sie mit einer beheizten Druckplattform arbeiten werden für PLA ca. 60-70°C Temperatur eingestellt. Eine Kühlung des Objekts ist zwingend erforderlich und sollte ab der zweiten Schicht immer eingeschaltet sein. Eine besonders intensive Kühlung ermöglicht es bei PLA Überhänge in der Luft zu drucken, das sog. "Bridging".

Eigenschaften Ihrer Plattformoberfläche

Das wichtigste zuerst: Ihre Bauplattform sollte sauber und frei von Rückständen des vorgehenden 3D-Drucks, Fetten, Ölen oder Silikon sein. Wir unterstellen nun, dass Ihre Bauplattform korrekt ausgerichtet und justiert ist, und somit alle zuvor beschriebenen Fehlerquellen ausgeschlossen werden können. Einfache bzw. günstige 3D Drucker haben oft nur ein Stück Alublech oder eine Plexiglasplatte als Bauplattform. Um in diesem Fall 3D drucken zu können, benötigen Sie zunächst eine Druckunterlage. Dies kann eine Druckfolie sein (z. B. BuildTak) oder ein Klebeband (z. B. Kreppklebeband). Diese Oberflächen sind unterschiedlich gut für einen 3D Druck geeignet und sollten passend zum Filament gewählt werden. Hochwertige 3D Drucker haben meist eine Glasplatte als Druckplattform, auf der entweder direkt gedruckt werden kann, oder falls erforderlich, mit einem Haftmittel behandelt werden (z. B. Haftspray, Klebestift, o. ä.). Experimentieren Sie daher mit geeigneten Haftgründen für Ihr Objekt und achten Sie darauf, ob dieser Haftgrund für die Temperaturen Ihres 3D Drucks geeignet ist. Passendes Zubehör finden Sie in unserer Kategorie Druckbett 3D Drucker.

Hilfslinien beim 3D-Druck: Brims, Rafts und Stützmaterial

Trotz geeignetem Haftgrund kann es nötig sein, zusätzlich Hilfslinien vom Slicer auftragen zu lassen. Brim verwenden Sie z. B. bei großen flächigen Objekten. Dabei werden vom Slicer zusätzliche Drucklinien an den Kanten der ersten Schicht Ihres 3D Drucks gespeichert. Je größer die gewählte Anzahl der Linien, desto stärker wird das Bauteil am Druckbett fixiert. Je nach Slicer können Sie Brim auch für weitere Druckschichten einstellen und erhöhen damit die Haftung, erschweren dadurch aber auch das nachträgliche Entfernen dieser Hilfslinien. Für überhängende Strukturen an Ihrem 3D Druck wählen Sie eine Stützstruktur, auf die dann der 3D Druck auftragen kann. Raft wiederum ist ein gedrucktes Muster unterhalb Ihres 3D-Modells, das Sie nach dem 3D Druck ähnlich wie Stützstrukturen entfernen können. Sie erreichen damit nicht mehr eine glatte Oberfläche, als würden Sie direkt auf der Druckplatte drucken, können aber je nach Objekt eine deutlich verbesserte Haftung erreichen. Je nach Slicer stehen Ihnen verschiedene Optionen zur Auswahl, in erster Linie die Höhe, der Überstand relativ zum Objekt und der Abstand zum Objekt. Rafts finden Anwendung, wenn Ihr Modell eine sehr kleine Grundfläche relativ zur Objektgröße vorweist.


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