3D Scan

3D Scan

3D Scanning kommt dann zum Einsatz, wenn 3D Design, also eine CAD Zeichnung mit einer 3D CAD Software nicht oder nicht zu einem vertretbaren Aufwand eingesetzt werden kann. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die bereits vorhandene Objekte schwierig am Computer nachzuzeichnen sind, wie z. B. Menschen, Tiere oder andere organische Formen. Eine weitere Einsatzmöglichkeit ist Reverse Engineering, bei Produkten zu denen keine technischen Zeichnungen mehr existieren, Visualisierung von Produkten z. B. für Präsentationen oder Virtual Reality, sowie natürlich die Digitalisierung ganz allgemein.

3D Scan Service

Sie haben bereits ein dreidimensionales Modell, das Sie gerne mittels rapid prototyping drucken lassen möchten? Wir bieten Ihnen den 3D Scan Service für ihre kleinen bis mittelgroßen Objekte an. Ob Wanderpokal, Büste oder ausgestopftes Lieblingstier, ob wertvolle historische Statuen, Kunstobjekt, Anschauungsmodell oder ein Prototyp. Wir können Ihnen wahlweise hochauflösendes 3D Scanning anbieten, oder einen Farbscan. Wir arbeiten dabei vor Ort in München mit zwei verschiedenen Systemen von ARTEC, dem ARTEC EVA und dem ARTEC SPIDER, bei sehr kleinen Modellen können wir über unser Partnernetzwerk auf einen hochauflösenden 3D Scanner aus der Medizintechnik zurückgreifen. Außerdem setzen wir den Scaninabox FX als stationäres System ein.

In allen Fällen gilt, wir benötigen Ihr Modell bei uns vor Ort. In Ausnahmefällen können wir auch an Ihrem Wunschstandort scannen, sofern die Bedingungen hierfür geeignet sind. Bitte beachten Sie, dass in diesem Fall Zusatzkosten für die Anfahrt entstehen. Bitte beachten Sie außerdem, dass wir mit einem Handheld im Structured Light Verfahren 3D scannen, weshalb eine Aufnahme von beweglichen Dingen (Menschen, Tiere) oder glänzenden Sachen nur eingeschränkt möglich ist.

Die von uns als Punktwolke erfassten 3D Scandaten werden mit großer Liebe zum Detail zu einer stl Datei weiterverarbeitet. Bei Bedarf bieten wir Ihnen gerne auch eine Flächenrückführung an, sofern Sie Ihren 3D Daten nicht sofort 3D drucken, sondern zunächst noch Überarbeitungen vornehmen wollen. Je nach Bauteil und anschließendem 3D Druck sind bestimmte 3D Scans besser geeignet. Wir beraten Sie ausführlich und wählen zusammen mit Ihnen die beste Methode.

Lassen Sie uns Ihr Projekt am besten direkt besprechen und überzeugen Sie sich von unseren Möglichkeiten und unseren Erfahrungen. Gerne nehmen wir eine erste Einschätzung anhand von Fotos Ihres zu scannenden Objekts vor. Achten Sie bei Ihrer Aufnahme bitte darauf, dass diese ausreichend beleuchtet und scharf aufgenommen ist. Sofern möglich, legen Sie bitte auch einen Maßstab daneben (z. B. Geodreieck, Meterstab) und fotografieren Sie das Objekt aus mehreren Blickwinkeln. Senden Sie uns jetzt Ihre Anfrage zu 3D Scannen per E-Mail.

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3D Scannen – Hintergrundwissen

Von 3D Scan spricht man, wenn ein vorhandener Gegenstand mittels technologischer Verfahren an den Außenkonturen abgetastet und virtuell wiedergegeben wird. Verwendung beim 3D Scanning finden dabei Kontaktscanner, kontaktlose Scanner und virtuelle Technologien.

Kontaktscanner

Bei einem Kontaktscanner wird das zu scannende Objekt auf dem 3D Scanner eingespannt und mit einer Sonde an vielen Einzelpunkten abgetastet. Die Höhenunterschiede zwischen der abgetasteten Grundplatte des 3D Scanners und dem fixierten Objekt ergeben eine Vielzahl von Messpunkten, die in einer Punktwolke am Computer mit einer 3D Scann Software dargestellt werden können. Kontakt-3D-Scanner können für kleinere und mittelgroße Objekte verwendet werden und kommen meist zur Vermessung von Objekten zum Einsatz.

Kontaktlose 3D Scanner

Kontaktlose 3D Scanner arbeiten mit einer emittierenden Strahlungsquelle (z. B. Licht oder Schall) und einer Empfangseinheit, die die Reflexion der Strahlung vom 3D Scanobjekt aufzeichnet. Laser Scansysteme kommen dabei in erster Linie bei sehr großen Objekten (z. B. Häuser) oder großen räumlichen Aufnahmegebieten (z. B. Höhlen, Tatorte) zum Einsatz. Beim 3D Laser Scanning wird das Aufnahmesystem an einem festen Referenzpunkt aufgestellt und nimmt von dort aus ein definiertes Feld auf.

Structured Light oder Modulated Light 3D Scanning kommt bei kleinen bis großen Objekten zum Einsatz (z. B. Büsten, Kunstobjekte, etc.). Diese Scansysteme werden sowohl im industriellen 3D Scan, als auch im Heimgebrauch zum 3D scannen eingesetzt. Es gibt diese Systeme als feste Standgeräte und als Handscanner.

Virtuelle Technologien

Von Virtuellen 3D Scans (Photogrammetrie) spricht man, wenn die Aufnahmen mit digitalen Kameras (z. B. Spiegelreflexkameras) aufgenommen werden und anschließend in einem Computerprogramm virtuell in ein 3D Modell umgerechnet werden. Diese Form des 3D Scan liefert meist etwas ungenauere Ergebnisse, eignet sich dabei aufgrund der relativ kurzen Aufnahmezeit jedoch besonders für die Aufnahme von Personen (sog. 3D Body Scan). Zum Einsatz kommen wahlweise eine Kamera (z. B. Aufnahme mit dem Handy), zwei Kameras (Stereoskopisch) oder einer Vielzahl von Kameras (z. B. Scankabinen).

Auf Wikipedia finden Sie weiterführende Informationen zu 3D Scansystemen (engl.)

Dateiausgabe 3D Scan

Die Erfassung der 3D Daten aus den 3D Scans erfolgt zunächst als Punktwolke. Diese Punktewolke beschreibt eine Vielzahl von Messpunkten im dreidimensionalen Raum. Jeder Punkt ist im Koordinatensystem einem X-, einem Y- und einem Z-Punkt zugeordnet. In der 3D Scanner Software können die Scandaten anschließend überarbeitet werden. So werden bei jedem 3D Scan auch Fragmente aufgezeichnet, die nicht zum 3D Objekt gehören, und deshalb aus dem erfassten 3D Scan entfernt werden müssen. Auch lassen sich mehrere Aufnahmesequenzen zueinander ausrichten, um das Scanobjekt zu vervollständigen.

Die Ausgabe der erfassten 3D Scandaten erfolgt nach vollständiger Bearbeitung im stl Datenformat. Dieses Dateiformat kann von jedem 3D Drucker nach dem slicing verarbeitet werden. Allerdings sind diese CAD Dateien nicht mehr ohne weiteres zu verändern (sehr wohl aber verlustfrei skalierbar). Für diesen Zweck gibt es spezielle CAD Software, die eine Rückführung der Flächen vornimmt (z. B. FreeCAD). Durch die Neuberechnung werden die im Ausgangsdatenformat gespeicherten Dreiecke (Polygone) in NURBS Flächen umgerechnet. Die so erzeugte stp- oder igs- Datei kann im Anschluss in einem CAD Programm verändert werden.

(Vgl. Flächenrückführung - Wikipedia)

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